Technische Basics leicht erklärt

Viertakt, zweitakt, Reihen- und Boxermotoren. Zylinder, Kühler, Vergaser, elektrische Einspritzung. Nein, das gehört nicht zur Allgemeinbildung und auch wir mussten einiges dazu recherchieren. Um es dir einfacher zu machen, haben wir das Wichtigste rund um die grundlegende Technik von Motorrädern zusammengefasst. 

Der Motorrad-Motor

Ein Motor ist dafür da, die Energie einer Quelle oder eines Kraftstoffes in Bewegung zu verwandeln. Ohne Motor kann sich keine Maschine fortbewegen. Motoren werden in drei verschiedenen Arten unterteilt:

  1. Verbrennungsmotor (Auto, Motorräder, Bootsmotoren)
  2. Elektromotor (Zug, Anlasser, Haartrockner)
  3. Dampfmotor (Dampflokomotive)

Wir fokussieren uns hier auf den Verbrennungsmotor, da dieser bei Motorrädern am gängigsten ist. Bei den Verbrennungsmotoren wird die chemische Energie des Benzins über dessen Verbrennung in Wärmeenergie umgewandelt. Anschliessend wird diese Wärmeenergie in mechanische Bewegungsenergie umgesetzt. Konkret bedeutet dies, dass im Zylinder des Motors eine Mischung aus Luft und Benzin verbrannt und zur «Explosion» gebracht wird. Diese «Explosion» hat so viel Kraft, dass sie einen Kolben, der sich im Zylinder befindet nach unten drückt und durch verschiedene Abläufe schliesslich Bewegung in Gang setzt. Das Motorrad bewegt sich!

Der Otto-Motor als Grundlage für Motorräder

Je nachdem wie diese «Explosion» ausgelöst wird, handelt es sich um einen Diesel- oder einen Otto-Motor. Letzteres ist bei den meisten Motorräder der Fall. Bei dem Dieselmotor entzündet sich das Luft-Benzin-Gemisch von selbst, während bei Otto-Motor die Verbrennung im Zylinder durch die Zündkerze ausgelöst wird. Die Zündkerze erzeugt den benötigten Zündfunken, der für die Verbrennung des Luft-Benzin-Gemisches notwendig ist. Bei dem Otto-Motor unterscheiden wir zwischen einem 4-Takt-Otto-Motor und einem 2-Takt-Otto-Motor. Die Anzahl der Takte besagt wie viele Prozesse nacheinander ablaufen, damit sich der Kolben im Zylinder von oben nach unten bewegt.

Zylinder

An der Anzahl der Auspuffrohre die aus dem Motor kommen, erkennst du meistens wie viele Zylinder ein Motorrad hat. Je nach Anzahl der Zylinder gibt es bei Motorrädern 1-, 2-, 3-, 4- und 6-Zylinder-Motoren. Für jeden Zylinder gibt es ein Rohr, wobei eventuell mehrere Auspuffrohre in einen Schalldämpfer münden. Sobald ein Motor mehr als einen Zylinder hat, wird nach der Anordnung unterschieden.

 

Reihenmotoren

Die Zylinder befinden sich nebeneinander. Klassische Sportmotorräder sind beispielsweise Reihe-4-Zylinder.

 

V-Motoren

Die Zylinder stehen in V-Form oben auseinander. Oft bei Choppern und Harley-Davidson-Motorräder

 

Boxermotoren

Die Zylinder liegen sich gegenüber. Oft bei Honda Gold Wing oder BMW R

Kühlsystem

Verbrennungsmotoren werden durch die Verbrennung sehr heiss und müssen deshalb gekühlt werden. Wir unterscheiden zwischen luftgekühlte Motoren (haben viele Kühlrippen), und wassergekühlte Motoren (haben vorne einen Kühler).

 

Luftgekühlte Motoren

Bei luftgekühlten Motoren wird die Wärme direkt auf die Motorwand geleitet, wo sie vom Fahrtwind abgekühlt wird. Um mehr Oberfläche zu haben, sind viele dünne Kühlrippen angebracht. Luftgekühlte Motoren brauchen Fahrtwind, im Stand betrieben laufen sie Gefahr zu überhitzen. Das bedeutet: Im Stau Motor abstellen!

 

Wassergekühlte Motoren

Bei den wassergekühlten Motoren befinden sich um die Zylinder herum Wasserkanäle, über die Motorwärme direkt ans Kühlwasser abgegeben wird. Eine Wasserpumpe, die vom Motor mitangetrieben wird, pumpt das Kühlwasser dann in den Kühler. Fahrtwind entzieht dem Wasser die Wärme, ehe es wieder in den Motor gelangt. Reicht der Fahrtwind nicht aus, wird automatisch ein elektrischer Ventilator eingeschaltet, der den Fahrtwind simuliert und das Wasser abkühlt. Das ist das Geräusch, welches du manchmal hörst, wenn du das Motorrad ausschaltest und es noch Wasser abkühlt. Damit das Kühlsystem funktioniert, muss genügend Wasser im System sein. Es ist unbedingt erforderlich, dass das Kühlsystem dicht ist. Eine regelmässige Kontrolle wird empfohlen, wobei das Motorrad bei der Kontrolle auf jeden Fall kalt sein muss!

Vergaser und elektrische Einspritzung

Damit der Motor läuft, muss das Benzin, das für die Verbrennung benötigt wird, in der richtigen Menge und zur richtigen Zeit zur Verfügung gestellt werden. Den jeweils richtigen Zeitpunkt gewährleistet das Einlassventil des Zylinders in welchem der Vorgang geschieht. Die richtige Menge bestimmte lang der Vergaser. Mit dem voranschreiten der Technik besitzen die meisten neuen Motorräder elektronisch gesteuerte Kraftstoff-Einspritzungen, welche den Vergaser ersetzen. Dies ist auch für die Umwelt schonender.

PS, kW und Drehzahl

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