Gabriella Todisco

Unsere Leaderin Gabriella fährt Motorrad mit Leidenschaft- und Herz. Als Community- und Eventmanagerin ist sie die gute Seele von Girls on Bikes . Gemeinsam mit ihrer „Lady“, entdeckt Gabriella die schönsten Ecken der Schweiz.

Liebe Gabriella, erzähl uns doch erst einmal, wer du bist.

Klar! Ich bin 32 Jahre alt und Italienerin. Mit zehn Jahren zog ich mit meinen Eltern von Süditalien nach Rorschach im Kanton St. Gallen. Ich lernte schnell Deutsch und beherrsche mittlerweile fünf Sprachen. Meine Liebe zur Architektur und zum Design führte mich dazu, mich als Architektin zu probieren und an der ETH zu studieren. Schlussendlich fand ich jedoch im Marketing und Eventmanagement mein Glück. Ich arbeite und lebe seit einigen Jahren nun in Zürich. Vor vier Jahren entflammte meine Liebe für das Motorradfahren und ich kaufte mir meine rote Yamaha Fazer, welche ich liebevoll Red Lady nenne, und die mich seither auf all meinen Reisen begleitet hat.

 

Welchem Lebensmotto folgst du?

Schwierig, da es so viele sind. Einer der passendesten finde ich jedoch folgenden: ‘Si la vida te da limones, pide sal y tequila!’  (deutsch: Wenn das Leben dir Zitronen gibt, nimm dir Salz und Tequila dazu). Ich versuche stets ehrlich zu mir zu sein und meinen Werten treu zu bleiben. Besonders in schwierigen Situationen. Persönlich musste ich über die Jahre immer wieder sogenannte ‘downs’ erleben, so wie viele andere auch. Wir alle tragen unseren eigenen Rucksack, mit Erfahrungen und Erlebnissen, die uns geprägt und geformt haben. Wenn ich jedoch eines immer wieder von neuem feststellen kann, dann dass egal wie schwierig und aussichtslos die momentane Situation gerade scheinen mag, oftmals ist es nur eine Frage der Geduld. Steht man den Moment durch und verliert nicht seine positive Lebenseinstellung, geht es bald wieder bergauf.

 

Das sind motivierende und positive Worte. Was hat dich denn dazu motiviert,  Motorrad zu fahren?

Im 2012 habe ich einen leidenschaftlichen Biker und die heutige Liebe meines Lebens getroffen. Mit Ihm, habe ich seine Honda CRB XX Blackbird kennengelernt und seine gesamte motorradbegeisterte Familie. Schon immer war ich von Motorräder fasziniert, doch selber kam ich nicht auf den Gedanken ein Motorrad zu kaufen oder selbst zu fahren. Im ersten gemeinsamen Jahr, war ich ausschliesslich Sozius und hatte das Gefühl des Motorradfahrens schon nach der ersten Fahrt geliebt. Die erste Tour war auf dem Grimsel- und Furkapass - die Natur von Ihrer besten Seite. Und war ich verliebt…in das Gefühl, welches das Motorradfahren einem schenkt. Ein Jahr später habe ich dann meine Red Lady getroffen und es war Liebe auf den ersten Blick! Ich muss aber auch zugeben, dass aufgrund von einigen Änderungen in meinem Leben, ich meine Red Lady etwa ein Jahr lang in der Garage stehen liess und Sie danach beinahe verkauft hätte. Doch ich konnte irgendwie einfach nicht loslassen und mein Bike half mir dabei, mein Selbstvertrauen wieder zu finden. Damit war die Prüfung letztes Jahr dann ein Kinderspiel.

 

Motorradfahren scheint in dem Fall ein sehr emotionales Thema für dich zu sein. Was bedeutet Motorradfahren für dich?

Es ist eine Liebe, die stetig gewachsen ist und mit Girls on Bikes umso mehr an Bedeutung gewonnen hat. Wenn ich auf dem Motorrad unterwegs bin, kann ich mich vom Alltag befreien und finde meine Ruhe und Balance. Dank Girls on Bikes kann ich auch andere Girls motivieren mehr an sich selbst zu glauben und einem Hobby nachzugehen, der oft eher als männliche Domäne gesehen wird.

 

Gibt es denn auch ein spezielles Highlight, dass du erlebt hast und mit dem Motorradfahren verbindest? 

Eines meiner grössten Highlights war meine erste Reise als Sozius auf dem Motorrad meines Freundes. Wir sind nach Italien gefahren und haben in zehn Tagen über 4000 km zurückgelegt. Mein persönliches Lieblingserlebnis war die Toskana beim Sonnenuntergang. Die Landschaft war einfach atemberaubend! Wie auf einem Bild mit gelb-rotem Himmel, hügeligen Landschaften, die typischen Bäume dieser Gegend und schwarzer Teer mit frischer Markierung vor uns. Einfach perfekt.

 

Welchen Rat hast du für Frauen, die gerade mit Motorradfahren begonnen haben oder mit dem Gedanken spielen anzufangen?

Oh, ja! Da gibt’s einen Tipp, den ich jeder Einsteigerin mitgebe: Kaufe dir kein neues Motorrad. Dein Töff wird umfallen und Kratzer abkriegen. Das ist ganz normal, schmerzt aber bei jedem neuen Kratzer. Bei einem brandneuen Motorrad ab Werk, tut’s aber noch viel mehr weh...Ich empfehle also allen Anfängerinnen einen Occasionstöff zu kaufen, welcher nicht so teuer ist. Ein guter Freund von mir sagt immer, es gebe zwei Arten von Motorradfahrer: der, der bereits gefallen ist und derjenige, der noch hinfallen wird. Deswegen: Sich nicht von einem umgefallenen Töff entmutigen lassen. Nur wer Fehler macht, kommt an die eigenen Grenzen.

 

Und hast du als Bikergirl eine Herausforderung, welcher du dich stellen möchtest oder ein spezielles Ziel vor Augen?

Definitiv! Ich möchte das Girls on Bikes Team vergrössern, die Community erweitern und irgendwann den Luxus geniessen, mich ausschliesslich als Eventmanagerin für Girls on Bikes zu engagieren. Denn was gibt es Schöneres als das eigene Hobby zur Arbeit zu machen?

 

Last, but not least: Weshalb bist du bei Girls on Bikes? 

Am meisten gefällt mir das Zugehörigkeitsgefühl, welches Girls on Bikes einem schenkt. Einfach sich selbst sein, ohne sich verstellen zu müssen, in einer Gruppe von Frauen. Darauf, bin ich extrem stolz.

 

Folge Gabriella auf Instagram


Auch spannend für dich

Rideouts und andere Events

Melde dich für unsere Events an im neuen Eventkalender!

Werde Teil von GOB

Werde Teil unserer Community von über 16'000 Mitgliedern!

Willst du anfangen mit Motorradfahren?

Ride hard und bleib dabei sicher mit unseren Tipps!